Zum Stück

„D Duss faart ab", ein Jugendtheaterstück des bekannten Theaterautors Paul Steinmann, der schon verschiedentlich Stücke für das Theater Kanton Zürich geschrieben hat, erzählt von Lilian Duss, einer Jugendlichen, die allein eine Interrail-Reise wagt. Lilian gefällt es, unterwegs zu sein, auf einer Reise ohne Ziel, nicht anhalten zu müssen, spontan aussteigen zu können, nirgendwohin gehen zu müssen, ihr eigener Herr und Meister sein zu dürfen.

Manchmal hat sie auch Schwierigkeiten damit, alleine entscheiden, sich immer wieder allein aufraffen zu müssen. Doch will sie nicht aufgeben - wie stände sie zu Hause da - will aushalten und wächst dabei ein Stück, wird grösser, nimmt zu an Erfahrung, an Leben, an Sicherheit, an Vertrauen und Misstrauen, an Einsichten. Die Begegnung mit fremden Menschen, mit denen sie sich oft nicht einmal mit Worten verständigen kann, macht sie verwirrt, neugierig, manchmal offen, manchmal betrübt. Die konkreten Begegnungen mit Fremden lassen ihre Vorurteile als unwichtig, ihr menschliches Verhalten, ihr momentanes Dasein als wesentlicher erscheinen. Die Duss fährt ab. Aufs Abfahren. Auf Musik. Auf Geschichten. Auf Menschen. Auf Fernweh und Heimweh. Aufs Unterwegssein.