Maria Stuart - Battle of the Queens



Maria Stuart wurde am 8. Dezember 1542 geboren. Da Schottland von politischen und religiösen Unruhen erschüttert war, wurde sie im Kindesalter nach Frankreich gebracht und an der Seite ihres künftigen Ehemanns Franz II. erzogen. Durch ihre Ehe mit Franz II. war sie von 1559 bis 1560 auch Königin von Frankreich. Nach dem frühen Tod ihres Mannes kehrte sie als 17-jährige Witwe 1561 nach Schottland zurück, wo es ihr nicht gelang, die zahlreichen Spannungen unter den konkurrierenden Adelsfamilien zu befrieden. Nach der Ermordung ihres zweiten Gemahls Lord Darnley 1567, an der ihr Mittäterschaft angelastet wurde, geriet sie innenpolitisch unter Druck, wurde gefangengesetzt und musste zugunsten ihres Sohnes Jakob I. abdanken. 1568 flüchtete sie ins Exil nach England.
Ihre zweite Lebenshälfte war geprägt von einem fortwährenden Konflikt mit Königin Elisabeth I. von England, der sich u.a. auf einen Anspruch auf den englischen Königsthron zurückführen liess. 18 Jahre verbringt sie in Gefangenschaft in Fotheringhay Castle. Nachdem sie verdächtigt worden war, an einem geplanten Attentat auf die englische Königin beteiligt gewesen zu sein, wurde sie am 18. Februar 1587 wegen Hochverrats hingerichtet.

Elisabeth I. kam am 7. September 1533 zur Welt. Ihre Eltern waren der englische König Heinrich VIII. aus dem Hause Tudor und die ehemalige Hofdame Anne Boleyn, die der König im gleichen Jahr heiratete, obschon der Papst seine 1509 mit Katharina von Aragon geschlossene Ehe nicht auflösen wollte. Weil Anne Boley statt des ersehnten Thronfolgers nur eine Tochter gebar, liess der König sie 1536 wegen angeblichen Ehebruchs enthaupten. Nach Heinrichs Tod regierte sein Sohn Eduard sechs Jahre lang. Nach seinem Tod folgte 1553 dessen Halbschwester Maria, eine Tochter Heinrichs aus erster Ehe, auf den Thron. Sie beschuldigte ihre Halbschwester Elisabeth des Verrats und stellte sie unter Hausarrest. Da sie keine Kinder hatte, setzte das Parlament nach ihrem Tod im Jahr 1558 Elisabeth als Nachfolgerin ein, obschon Heinrich VIII. sie als illegitim erklärt und sie von der Thronfolge ausgeschlossen hatte. Sie wurde 1559 in der Westminster Abbey zur Königin von England und Irland gekrönt. 1603 starb sie nach 44 Regierungsjahren.

Das Drama zeigt zwei Frauen, die umgeben und getrieben sind von Angst, Hass, Rache, Eifersucht, Intrigen und dem Wunsch nach Liebe. Die Handlung spielt im Jahr 1587. Maria Stuart, einst Königin von Schottland und Frankreich, befindet sich seit 18 Jahren in der Gefangenschaft der englischen Königin Elisabeth I. Tudor. Da sie ebenso legitime Ansprüche auf den englischen Thron hat wie Elisabeth, verhilft nur ihr Tod der Rivalin Elisabeth dazu, unangefochten zu herrschen. „Maria muss sterben – ich will Frieden haben!“ Aber ein Königsmord? Elisabeth I., die eiserne Jungfrau, die Virgin-Queen des 16. Jahrhunderts wird hin- und hergerissen, bedrängt und bedroht zwischen machtpolitischen Interessen, moralischen Konflikten und unglücklicher Leidenschaft. Maria Stuart, die Katholikin, Königin von Schottland, sitzt als Gefangene auf Schloss Fotheringhay. Doch was tun mit der Gefangenen? Die einen fordern ihren Kopf, die andern verachten das Blutsurteil. Lord Burleigh, der kalte Staatsmann, hat das Henkersbeil schon wetzen lassen, während Graf von Shrewsbury zu Mitleid mahnt. Auf welcher Seite aber steht Lord Leicester, wenn nicht allein auf seiner eigenen? Elisabeth fühlt sich bedroht durch die Schottin, aber sind die englischen Richter überhaupt befugt, über diese zu urteilen, geschweige denn zu richten? Wird Elisabeth Leben, Ruf und reines Gewissen retten können? Und wird es dem leidenschaftlichen, stürmischen Mortimer gelingen, seine Pläne in der versponnen Intrigenlandschaft des Hofes zu führen? Es ist ein Kampf um die Krone Englands, um Liebe und Verrat, um Leben und Tod.